Art Nouevou - Art Deko

Haptik

Photo: "Kunst am Körper: Handgearbeitetes Collier, Jugendstil c. 1905, Frankreich. Strickmantel mit Glockenärmeln HANDMADE WITH LOVE aus Schafwolle; italienisches A-Kleid bei Verena Boutique; original Westernhut aus Los Angeles, USA; Lippenstift von YSL. Herzlichen Dank an Katharina!", TD

Musik: "DALLAS" Theme Song 1978

Chapeau!

Derzeit kann ich nicht ohne meinen kuscheligen, handgearbeiteten Strickmantel! Falls es irgendwer noch nicht mitbekommen haben sollte: Stricken liegt nicht nur bei Musikerinnen zwecks Fingerentspannung schwer im Trend. Vor allem das ursprünglich aus Amerika kommende „Arm-Knitting“ ist besonders angesagt. Das ist eine Do it yourself – Technik, bei der quasi „über die Arme“ gestrickt wird und die weltweit Aufsehen erregt. In Paris etwa trifft man sich zum fröhlichen Stricken im Concept Store Seize (seizeparis.com); in Wien lädt zum Beispiel das Wollcafé Laniato zur kollektiven Handarbeit. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass, seitdem ich meinen Zaubermantel trage, wundersame Dinge geschehen, die allesamt mit „Handwerk“ zu tun haben: Ich bekomme etwa aus heiterem Himmel eine knusprige Handsemmel (juhu) geschenkt. Oder ein Magazin zum Thema „Mythos Handwerk“ in die Hände gedrückt. Wie dem auch sei. Ich bin ja der Meinung, dass handgearbeitete Stücke eine ganz eigene kraftvolle Energie ausstrahlen und eine extra Portion Tiefgang haben. Vor allem jene, die speziell für eine bestimmte Person angefertigt wurden. Das ist auch eine Art von Magie! Bleibt nur noch herauszufinden, ob die Energie des Objekts mit der eigenen Energie harmoniert. Interessierten empfehle ich die Ausstellung „handWERK“, die noch bis zum 9. April im Wiener MAK zu sehen ist. „Tenue Correcte Exigée...“ („Korrektes Outfit bitte...“) lautet hingegen der Titel der aktuellen Ausstellung im Musée des Arts décoratifs in Paris. Gezeigt werden noch bis zum 23. April 2017 mehr als 300 Kleider, Accessoires, Portraits, Karikaturen sowie kleine Objekte, die im 19. Jahrhundert als skandalös bezeichnet wurden, in ihrem gesellschaftlichen Kontext erklärt. Es wird etwa erörtert, warum und wann die Hose für Frauen, der Bikini, der Mini-Rock oder die Blue-Jeans für Furore sorgten, ebenso wie der Rock für Herren, die Baggy-Pants oder das Kapuzenshirt, als auch die Auseinandersetzung mit Modeschauen von Designern wie etwa Jean-Paul Gaultier, Walter Van Beirendonck, Alexander Mc Queen oder John Galliano.

 

Shine on!

B.B. Butterfly

Kommentar schreiben

Kommentare: 0