Art Nouevou - Art Deko

Di

26

Sep

2017

Kunst

Photo: "Daisy Duck? Daniel Düsentrieb? Nein! Dominique Denaive Paris kreierte das zeitgenössische Pendant in Tropfenform.", TD

Welcome Ladies and Gentlemen!

 

 

TATARATAAA - VORHANG AUF FÜR:

 

Orangen, Zimt-Tee, Duftkerzen, Musik für die Seele, Lavendelöl, Kürbissuppe in allen Variationen, Glitzerlidschatten, Farben!!!, Hüte, Oversize-Trenchcoats, OUPS Miniatur-Bücher vom Planet des Herzens, Broschen, Strick-Cafés, La Boum Filme, die Golden Girls, Figuren aus Kastanien, irgendwas in Rottönen (ob Ringelsocken, Nagellack, Sneakers jeglicher Couleur, Rolli), große Patchwork-Strickdecken, dicker Lidstrich, Omis Perlenkette, Bettelarmband, das HERZ als Motiv, Ahnenforschung, Gedichte, Poesiealbum, Märchen aus aller Welt. Und aus!

 

Shine on!

 

B.B. Butterfly

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Mi

13

Sep

2017

Diskurs

Photo: "VIVA VINTAGE: Ohrclips von Yves Saint Laurent; Collier, c. 1930, Paris. Lippenfarbe: YSL. Herzlichen Dank an KATHARINA!", TD

 

Musik: The Beach Boys - All I Wanna Do

PING PONG

Während Art Nouveau Art Deco –Inhaberin Renate dem Wochenende entgegenfiebert, wo sie auf dem Konzert der Rolling Stones elegant mitrocken wird, höre ich immer wieder dasselbe Lied in Dauerschleife (nein, es ist nicht der wundervolle Song von den Beach Boys). Das ist so ein kleiner Tick. Apropos Tick: Nicht nur Wien und Paris, nein auch tout Australien (Auf dem Cover der August-Ausgabe der französischen VOGUE posiert übrigens La Gisele mit einem entzückenden KÄNGURU!!!) soll bereits in punkto „Produkte mit gewissem Motiv“ überschwemmt sein: Die gemeine Ananas treibt weiterhin ihr „Unwesen“, wie ich unlängst erfahren habe. Ja, so ist das in Entenhausen und persönlich geführten Boutiquen – sie sind ein Ort des Austausches auf materieller, als oft auch auf gedanklicher Ebene. Wer die Anonymität schätzt, kauft gerne in großen Warenhäusern. Steht einem der Sinn nach etwas mehr Individualität, schätzt der Mensch die Atmosphäre einer kleinen Boutique, in der man etwa erfährt, in wieviele Sprachen der aktuelle Roman der Autorin bereits übersetzt wurde. Oder wo etwa von den schrägen Portraits älterer Damen, inszeniert vom Fotografen Ari Seth Cohen, geschwärmt wird. Oder erstaunten Blickes vernommen wird, dass die Pariser Schmuckkünstlerin Lea Stein noch immer Broschen kreiert. Ich mag ja beide Varianten des Shoppens, muss ich gestehen, je nach Stimmung und Schuhwerk.

 

Shine on!

 

B.B. Butterfly

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So

20

Aug

2017

Wordrap

Photo: "Zeitgenössische Schmuckstücke von Ernesto Sturzenegger, Schweiz; Dominique Denaive, Frankreich; Xavier Derôme, Frankreich und Elfi Dankl, Österreich. Dress und Béret: B.B. Butterflys Fundus. HERZLICHEN DANK AN KATHARINA!", TD

 

Musik: Bob Dylan - Like A Rolling Stone

 

REINA DIVA DIOSA MADRE -            Alles über eine Mutter (Na ja, fast!)

 

 

Was gab es heute zum Frühstück?

Katharina: Wassermelone.

 

Tusnelda, Lady oder Vollblutweib?

Katharina: Lady.

 

Phantasie oder Wissen?

Katharina: Wissen mit einem Hauch Phantasie.

 

Stadt oder Land?

Katharina: Land.

 

Was beeindruckt Sie?

Katharina: Ein klarer Sternenhimmel.

 

Was bedeutet Erfolg?

Katharina: Etwas geschafft zu haben – im großen wie im kleinen Stil.

 

Ihre Energiequelle?

Katharina: Musik.

 

Wie geben Sie Werte weiter?

Katharina: Ich lebe sie vor.

 

 

Katharina ist zweifache Mutter und Pädagogin. Parallel dazu engagiert sie sich ehrenamtlich für internationale Kunst- und Sozialprojekte.

 

HERZLICHEN DANK FÜR DIE ZEIT!

 

Shine on!

B.B. Butterfly

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Do

03

Aug

2017

Spirit

Photo: "Die Entstehung der Langsamkeit: Collier, zeitgenössisch, von Philipp Ferrandis, Paris.", TD

B.B. das Seeungeheuer - Grrrrr!

Gott zum Gruße an einem sonnigen Nachmittag - bei dieser Hitze weiß man ja kaum noch, was man anziehen soll! Auf Anraten „meiner“ Freundin von Welt testen „mein“ fliederfarbener Fächer, „mein“ Buch „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer-Bradley und ich gerade das im Jahre 1912 eröffnete Freibad Weißensee in Berlin, das sich im Norden der Stadt befindet. Das Beste: Direkt am Wasser - umringt von majestätischen Kübelpalmen - tanzen gerade Pärchen klassische Gesellschaftstänze (!!!) auf einer Tanz-Bühne. Und eine Cafébar gibt es natürlich auch. Apropos H2O: Schwer zu empfehlen ist übrigens auch der Fuschlsee im Salzkammergut. Ich schließe die Augen und erinnere mich, wie ich dort einmal in aller Frühe barfuß und in einem langen, wehenden Leinennachthemd (das habe ich von Karl Lagerfeld abgekupfert) den See entlang wanderte. Was soll ich sagen- es war ein kleines Paradies auf Erden: Tautropfen auf frisch geschnittenem Gras, zarte Nebelschwaden, kaltes klares Wasser und Sonnenaufgang très romantique - um fünf Uhr in der Früh. Positive Vibes, Einsamkeit, hochspirituelle Atmosphäre. Ich sah aus wie Balduin das Schlossgespenst und fühlte mich wie eine Seepriesterin, bis – meine Zehen ein Rendezvous mit einer kleinen Nacktschnecken-Familie hatten (bitte lachen!)...

Fortsetzung folgt (oder auch nicht) :-))

 

Shine on!

 

B.B. Butterfly

Mi

12

Jul

2017

Untitled

Photo: "Chain Reflection: Handgefertigtes Collier von Ernesto Sturzenegger, zeitgenössisch, Schweiz. Teekanne entdeckt bei THEEHANDLUNG SCHÖNBICHLER; schoenbichler.at. Herzlichen Dank!", TD

 

Tee: "Quelle des Glücks"; die feine Hausmischung ist exklusiv ebenfalls bei THEEHANDLUNG SCHÖNBICHLER erhältlich.

Spiegel der Seele

In den Kulturkreisen Nordafrikas habe ich Wertvolles fürs Leben gelernt: Bei glühender Hitze schlicht Tee zu trinken, zum Beispiel. Am besten Pfefferminztee – er kühlt den Körper und verhilft ihm damit wieder zu innerer Balance. Apropos Nordafrika: Zu meinen spirituellen Lieblings-Plätzchen dieser Welt zählt der märchenhafte Jardin Majorelle in der Königsstadt Marrakech, auch „Perle des Südens“ genannt (mich deucht, ich habe es irgendwie mit den Perlen – in welcher Form auch immer). Ich glaube, es war diese ganz eigene Art der Stille, die mich fasziniert hat. Das Besondere an diesem zauberhaften Ort: In dem von Maler Jacques Majorelle in den 1920er Jahren angelegten botanischen Garten finden sich Pflanzen aller fünf Kontinente. Später, in den 1980er Jahren, erstanden das Modegenie des 20. Jahrhunderts - Yves Saint Laurent - und sein Partner Pierre Bergé den geheimnisvoll wirkenden Garten, samt der in kobaltblau gehaltenen Villa, sowie dem dazugehörigen Künstleratelier, welche ihnen fortan als Ort der Erholung dienten. Kein Wunder, bei den Unmengen an Kollektionen, die kreiert und produziert wurden... Für Damen, Herren, Kinder inklusive Accessoires aller Art. Wer sich im übrigen für Accessoires im Allgemeinen und für Schmuck im Speziellen interessiert, darf sich folgende Ausstellung auf gar keinen Fall entgehen lassen: „MEDUSA, BIJOUX ET TABOUS“ im Museum für moderne Kunst in Paris. Diese hinterfragt in tiefgründiger Art und Weise den Stellenwert und die Funktion des Schmucks, je nach Kultur oder Epoche, sei es als Talisman, Selbstdarstellungsobjekt oder Kunstwerk. 400 Kreationen, die Künstler wie Salvador Dali, Man Ray, Meret Oppenheim, Louise Bourgeois oder Lucio Fontana, sowie Designer wie Bless oder René Lalique, genauso wie High End Juweliere wie etwa Cartier, Van Cleef & Arpels oder Victoire de Castellane, als auch zeitgenössische Juweliere wie etwa Karl Fritsch unter einem Dach vereinen! Ob Unikat, artisanal oder industriell gefertigte Kostbarkeit, traditionell oder futuristisch angehaucht – jedes Schmuckstück ist auch ein Spiegelbild der Seele.

 

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B.B.Butterfly

 

BQ: THEEHANDLUNG SCHÖNBICHLER, Wollzeile 4, 1010 Wien; schoenbichler.at 

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Fr

30

Jun

2017

Aussehen

Photo: "Andrea, zur Abwechslung mal in Pink: Brosche in Form eines Marienkäfers, c. 1970 von Christian Dior, Paris. Dress, Shades und Haarschmuck: B.B. Butterflys Fundus. Herzlichen Dank an Andrea!", TD

Let's Dance!

Happy Birthday CHRISTIAN DIOR! Das 70jährige Jubiläum zelebriert das Pariser Modehaus mit einer eigenen Bücher-Serie, welche sieben Bände umfasst, die den verschiedenen Chefdesignern huldigen: Christian Dior, Yves Saint Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferré, John Galliano, Raf Simons und aktuell Maria Grazia Chiuri. Aber es geht noch weiter: Ab dem 5. Juli 2017, also zwei Tage nach dem Haute Couture Défilé Maria Grazias, beginnt die umfassende Ausstellung „Couturier du Rêve“ im „Musée des Arts Décoratifs“ in der Stadt des Lichts. Anhand von atmosphärischen Inszenierungen von Nathalie Crinièrein taucht man ein in die vielfältige Themenwelt, die das berühmte Modehaus inspiriert: Eine Kunstgalerie oder ein Atelier mit dem „Savoir-Faire“, eine Reise, ein Boudoir, eine Strasse oder etwa ein zauberhafter Garten.

 

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B.B. Butterfly

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Mo

19

Jun

2017

Aeronautik

Photo: "Die Reifenprüfung: Armreifen, c. 1950er Jahre, Paris.", TD

 

Musik: Coldplay - Fly On

Flugstunden für die Menschheit

„Die Franzosen können es einfach!“ dachte ich mir irgendwann langer Zeit im wunderbaren Parc de la Vilette in Paris, während eines sogenannten „Festivals der Werbefilme“ (wie ich dort gelandet bin, habe ich vergessen). Jawohl, selbst öde Werbung für Mineralwasser vermag sich im Land der Genußmenschen zu einem Meisterwerk der Ästhetik und in weiterer Folge zu Balsam für die Seele zu verwandeln. Da fällt mir übrigens ein: Während des berühmten Filmfestivals in Cannes machte Superhero-Troubadourin Rihanna mit einer von ihr sowie Chef-Designerin Caroline Scheufele entworfenen Schmuckkollektion für Chopard Furore. Die erschwinglichere Linie „Rihanna loves Chopard“ ist ab diesem Monat in den gleichnamigen Boutiquen erhältlich. Genug abgeschweift, gehen wir wieder zum Parc de la Vilette im 19. Arrondissement in Paris zurück, der neuerdings Flügel verleiht, quasi als „Trockenübung“: Wer nämlich schon immer mal wissen wollte, wie es sich anfühlt zu fliegen, kann das jetzt vor Ort tun, im brandneuen Espace „I Fly“. Ausgerüstet mit einer Spezial-Kombi, Maske und Helm und dank einer Windgeschwindigkeit von 270 km/h, kann man (ab 5 Jahren) in einer riesigen, vierzehn Meter hohen Glasröhre für 5 Minuten schweben. Es soll sich in etwa so ähnlich anfühlen, wie ein Fallschirmsprung aus dem Flugzeug.

Und da wir heute frisch und frei von einem Thema zum anderen springen...habe ein neues, simples Lieblings-Sommergetränk: Eiskaltes Wiener Wasser mit eingelegter frisch geschnittener, saftiger Gurke vom Rochusmarkt. Und jetzt heißt es auf nach Berlin, zum finnischen Mittsommerfest im Zuge der „Fête de la Musique“! Inklusive der Geschichte Finnlands, inszeniert als Musiktheater-Show (Tango Alakulo, etwa mit Iiro Rantala), finnischem Streetfood, Finn-Bar, and so on...

 

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B.B. Butterfly

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Mi

31

Mai

2017

Universum

Photo: "Brosche von Lea Stein; Clips von Marie-Christine Pavone, Evian.", TD

 

Musik: Valérie Sajdik, Struits, Princess

Von Wassermännern, Meerjungfrauen und anderen Meerestieren

" - on ne choisit pas ses rêves - "

 

Jules Verne

 

 

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B.B. Butterfly

Fr

19

Mai

2017

Jubiläum

Photo: "Tarte au citron für alle! Let's party - ART NOUVEAU ART DECO ist 15 Jahre jung!", TD

 

Musik: Henry Mancini - Pie In The Face Polka (Film: Das große Rennen rund um die Welt / Szene: Die Tortenschlacht)

Von der Gerechtigkeit des Alterns

Gestern habe ich mich über mein erstes weißes Haar gefreut. Genau genommen kann ich es kaum erwarten, eine gepflegte wallende Haarpracht in Silbergrau à la Andy Warhol zu haben, welche ich dann mit eleganten französischen Kämmen (natürlich von Auguste Bonaz) aus den 1920er Jahren kunstvoll zusammenstecken werde. Nein, ich rede mir nichts schön, ich ticke wirklich so! Ich denke, dass jedes Lebensjahr und jedes Alter seine guten, als auch seine negativen Seiten hat – ohne Schatten schließlich auch kein Licht. Und was hat das nun mit Gerechtigkeit zu tun? Ganz einfach: Jedes Lebewesen wird älter, niemand wird jünger oder altert gar schneller als ein anderer (in Jahreszahlen gesprochen). Mon dieu, das wäre vielleicht ein Drama! Insofern ist die Sache mit dem Alter an sich gerecht. Und: Jeder kann beeinflussen, aus welcher Perspektive er das Leben betrachten möchte, also ist jeder Mensch dafür verantwortlich, WIE er altert. Und jetzt wird Torte gebacken!!!!!

 

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B.B. Butterfly

So

30

Apr

2017

Kreativität

Photo: "Sommernachtstraum: Zikadenbroschen von Auguste Bonaz, c. 1920, Paris. Keramik, Stickarbeit, sowie handgemachte Pastéis de Nata erhältlich bei BEST OF PORTUGAL (bestofportugal.at).", TD  

Plauderei aus B.B. Butterflys schrägem Schreibstübchen

Nun gut: Mein Faible für Schreibmaschinen mit Geschichte verdanke ich Jerry Lewis. Besser gesagt, der „Typewriter“-Szene aus der Filmkomödie Der Ladenhüter von 1963, die bereits seit der Kindheit immer wieder für nicht enden wollende Lachanfälle meinerseits sorgt. Ebenso wie die Grimassen des unvergesslichen Louis de Funès. Aber wir wollen nicht abschweifen, heute ist die Schriftstellerei das Thema. Man muss kein Studium absolviert haben, um als Autor tätig zu sein. Aber man benötigt Talent, Technik und vor allem  Disziplin und Durchhaltevermögen. Denn Schreiben kann, wenn wir ehrlich sind, eine äußerst einsame Angelegenheit sein. Genauso einsam, wie stundenlang ein Musikinstrument zu üben. Was der kreative Flow aber wieder um ein Vielfaches wettmacht (sofern er denn überhaupt einsetzt). Immer wieder lese und höre ich, dass quasi jeder Dritte lieber selbst schreiben als lesen möchte (z.B. in Psychologie Heute/ Ausgabe Mai 2017). Also ich finde das großartig und spende hiermit ebenfalls einen wertvollen Beitrag aus B.B.Butterflys ganz persönlicher Schreibwerkstatt - zur Entwicklung einer individuellen Schreibpersönlichkeit:

 

1. EMOTION. Wer schriftstellern möchte, muss fühlen. Und: Beobachten.

2. OFFENHEIT. Man schreibt, wie man liest.

3. EXPERIMENT. Schreiben kann man nicht nur auf dem Computer oder vorab mit Opis alter Füllfeder (wie meine Wenigkeit), sondern auch mit Materialien wie Sand, Holz oder mit Nadel und Faden :-)

4. UNERSCHÜTTERLICHKEIT. Keine Angst vor Schreibfehlern, das verhindert den kreativen Fluss. Wenn Sie gerade keinen Lektor an Ihrer Seite haben haben, machen Sie eine Stärke zu einer Schwäche...ähm, ich meinte natürlich umgekehrt!! Oder zaubern sie daraus schlicht ein wiederkehrendes Element, respektive einen eigenen Stil. Nobody’s really perfect!

5. GELASSENHEIT. Lassen Sie sich NIE NIE NIE von anderen Menschen verunsichern – Sie sind, wie Sie sind. In all Ihren Facetten, mit all Ihrer Lebenserfahrung und all Ihrer hinkünftigen Entwicklung. SIE sind ein Individuum; SIE sind das Original.

 

Soweit das Wort zum Montag.

 

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B.B. Butterfly

 

Herzlichen Dank an Best Of Portugal, Radetzkystraße 13, 1030 Wien; bestofportugal.at !

 

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Do

13

Apr

2017

Flora

Photo: "Ananas für alle? Voilà: Collier, zeitgenössisch, von Philippe Ferrandis, Paris. Bluse bei Schneeweiss; schneeweiss-wien.com. Lippenstift: Chanel. Abermals herzlichen Dank an Katharina!", TD

 

Duft: Hermès - Un Jardin En Méditerranée

Poesie der Provokation

Erinnern Sie sich an B.B. Butterflys „Ananasbeschimpfung“ vom letzten Sommer? Nun, es ist wie verhext. Seit etwa vier Wochen scheint sich die tropische Obstpflanze wie eine Epidemie in der ganzen Stadt zu verbreiten – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur um mich zu ärgern! Überall sehe ich Textilwaren mit knallbunten Ananas-Drucken oder –Pailletten. Im Papierwarengeschäft: Ananasgeschenkpapier in Neonpink. In Neonpink!! Und sogar: Ananas bei Art Nouveau Art Deco. ANANAS ICH MACHE DIR DEN GARAUS! Obwohl ich gestehen muss, dass dieses Glitzer-Modell auf dem Foto in einem gewissen Licht durchaus etwas ziemlich Originelles an sich hat – wenn da nicht meine Teenager-Erinnerungen an diese entsetzliche Diät wären... Vielleicht sollte ich die unsäglich ästhetische Frucht schlicht ignorieren.... Frei nach  dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Da fröne ich lieber meiner wahren Passion - der Blumenwelt! Während ich zutiefst dramatische Westernromane auswendig lerne, trage ich Blümchen am Luxusleib, im Haar und neuerdings auch am Ohr. Am liebsten in eher eigensinniger, leicht trashy Kombination, versteht sich. Ausgefallen und sehr elegant sind übrigens die Kombinationen, die auf dem erfolgreichen Instagram-Konto „Desserted in Paris“ zu sehen sind. Sucrés souliers heißt das Projekt des Patissiers Tal Spiegel, welches die schönsten Kreationen der Pariser Chef-Gourmets mit passendem Schuhwerk vereint und ästhetisch in Szene setzt, wie etwa orangefarbene Macarons von Pierre Hermé zu Schnürschuhen von Heschung, Fauchons goldener Apfelkuchen zu Slippern von Maison Galet oder etwa Eclairs von l’Eclair de Génie zu Schleifenschuhen von Bobbies.

 

Frohe Ostern vom Schmuck-Team!

 

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B.B. Butterfly

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Fr

24

Mär

2017

Transzendenz

Photo: "Sparkling Stars: Collier und Armreif von Joe Vilaiwan, zeitgenössisch, Los Angeles, USA. Modezeichnung von 1972, gefunden beim Pfarrflohmarkt.", TD

 

Musik: Eloui - Grass Stained  

Wenn unsre Seelen Sterne sind*

Der Gedanke an Parfum erzeugt in mir eher ambivalente Gefühle. Einerseits okkupiert meine innere Diva jeden Morgen stundenlang das märchenhafte Badezimmer, um hingebungsvoll die Schönheit und das größte menschliche Sinnesorgan – die Haut - zu zelebrieren, was von einem Hauch (!) sinnlichen Rosenöls an Hals und Schläfen gekrönt wird. Gleichzeitig aber fragt sich das innere „Naturkind“ in mir erstaunten Blickes, was die Menschheit wohl dazu bewegt, den ureigenen, gepflegten Körperduft mit oft gefühlten Hektolitern (!) künstlicher Nasen-Einschmeichler zu verfremden. In Zweifelsfällen wie diesen halte ich mich gerne an Henriette, meine 97jährige Freundin von Welt, die da zu sagen pflegt: „Lieber eine hochwertige Seife, als ein Parfum, das mit dem Körper schlecht harmoniert. Und: Ein Duft ist genau richtig dosiert, wenn die Umwelt diesen höchstens erahnt.“

Wer sich darüber hinaus für die Duftgeheimnisse interessiert, mit denen Kleopatra Marcus Antonius verführt hat oder für Parfums des Mittelalters, sowie aufwändig gearbeitete Flakons, als auch für die wohlgehüteten Geheimnisse der berühmten Duft-Kreateure, kann sich im neuen Parfum-Museum in der feinen Rue du Faubourg Saint-Honoré in Paris im wahrsten Wortsinn berauschen lassen (grandmuseeduparfum.fr). So, genug geduftet. Jetzt wende ich mich wieder meinen Recherchen über den gemeinen Schwan zu, der seit jeher für Musik und Poesie steht als auch Sinnbild für die Seele ist....

 

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B.B. Butterfly

 

*frei nach Rilke

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Mo

13

Mär

2017

Haptik

Photo: "Kunst am Körper: Handgearbeitetes Collier, Jugendstil c. 1905, Frankreich. Strickmantel mit Glockenärmeln HANDMADE WITH LOVE aus Schafwolle; italienisches A-Kleid bei Verena Boutique; original Westernhut aus Los Angeles, USA; Lippenstift von YSL. Herzlichen Dank an Katharina!", TD

Musik: "DALLAS" Theme Song 1978

Chapeau!

Derzeit kann ich nicht ohne meinen kuscheligen, handgearbeiteten Strickmantel! Falls es irgendwer noch nicht mitbekommen haben sollte: Stricken liegt nicht nur bei Musikerinnen zwecks Fingerentspannung schwer im Trend. Vor allem das ursprünglich aus Amerika kommende „Arm-Knitting“ ist besonders angesagt. Das ist eine Do it yourself – Technik, bei der quasi „über die Arme“ gestrickt wird und die weltweit Aufsehen erregt. In Paris etwa trifft man sich zum fröhlichen Stricken im Concept Store Seize (seizeparis.com); in Wien lädt zum Beispiel das Wollcafé Laniato zur kollektiven Handarbeit. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass, seitdem ich meinen Zaubermantel trage, wundersame Dinge geschehen, die allesamt mit „Handwerk“ zu tun haben: Ich bekomme etwa aus heiterem Himmel eine knusprige Handsemmel (juhu) geschenkt. Oder ein Magazin zum Thema „Mythos Handwerk“ in die Hände gedrückt. Wie dem auch sei. Ich bin ja der Meinung, dass handgearbeitete Stücke eine ganz eigene kraftvolle Energie ausstrahlen und eine extra Portion Tiefgang haben. Vor allem jene, die speziell für eine bestimmte Person angefertigt wurden. Das ist auch eine Art von Magie! Bleibt nur noch herauszufinden, ob die Energie des Objekts mit der eigenen Energie harmoniert. Interessierten empfehle ich die Ausstellung „handWERK“, die noch bis zum 9. April im Wiener MAK zu sehen ist. „Tenue Correcte Exigée...“ („Korrektes Outfit bitte...“) lautet hingegen der Titel der aktuellen Ausstellung im Musée des Arts décoratifs in Paris. Gezeigt werden noch bis zum 23. April 2017 mehr als 300 Kleider, Accessoires, Portraits, Karikaturen sowie kleine Objekte, die im 19. Jahrhundert als skandalös bezeichnet wurden, in ihrem gesellschaftlichen Kontext erklärt. Es wird etwa erörtert, warum und wann die Hose für Frauen, der Bikini, der Mini-Rock oder die Blue-Jeans für Furore sorgten, ebenso wie der Rock für Herren, die Baggy-Pants oder das Kapuzenshirt, als auch die Auseinandersetzung mit Modeschauen von Designern wie etwa Jean-Paul Gaultier, Walter Van Beirendonck, Alexander Mc Queen oder John Galliano.

 

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B.B. Butterfly

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Sa

18

Feb

2017

Intuition

Photo: "WHAT A MOUSE! Mäuse-Ohrringe, zeitgenössisch, von Marie-Christine Pavone; Armbänder und offener Armreif c. 1950, Paris. Poetisch schmeckender Bergkäse Gottardo aus dem Tessin, erhältlich bei derschweizer.eu", TD

 

Musik: Valerie Sajdik - Wie Du Bist; Giuseppe Verdi - Triumphal March (AIDA);

Zucchero feat. Eric Clapton - What A Wonderful World

Vom Echo des Kräuterzuckers. Und von spirituellen Kraftorten für ein wunderbares Picknick im Grünen

Riccccchholaaaaa!!! Gott zum Gruße und einen wunderschönen guten Morgen! Wussten Sie, dass ich eine bildschöne Cousine 17. Grades habe? Eine Cousine, die jodelt. Aber so richtig, samt Dirndl, Plattenvertrag und allem, was dazu gehört. Was sagt uns das? Richtig. Höchste Zeit, mal wieder Bergluft zu schnuppern und aus der Kraft der Natur zu schöpfen. Daher knattern mein wunderbarer knallorangefarbener VW-Käfer und ich heuer in die zauberhafte, sagenumwobene Schweiz...hab da einiges zu erledigen: Die besagte Cousine besuchen, die Cousine besuchen und die Cousine besuchen. Und unsere Gaumen tagelang mit köstlichen Käsesorten verwöhnen. Und mich, im Zuge der stundenlangen Autofahrt wie Johanna Spyris klein Adelheid auf die feine, familiär geführte Lieblings -„Rippli-Hütte“ am Fuße des großen Wasserfalls mitten in den mystischen Schweizer Alpen zu freuen. Irgendwie schmecken Rippli in einer Atmosphäre wie dieser genau so, wie es sein soll, finde ich. Ganz zu schweigen vom erfrischenden Wasser...überhaupt ist kaltes klares Wasser (Quellwasser, Regenwasser, Wiener Wasser) seit jeher mein persönliches „Schönheitselixier“ für Haut und Haar! Im Juli machen wir dann einen Abstecher zum Montreux Jazz Festival. Ach ja, und dann werde ich natürlich auch dabei sein, wenn im August feierlich der Goldene Leopard im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Locarno - eines der ältesten Filmfestivals auf höchstem Niveau (juhuuuuu – so viele Autoren- und Experimentalfilme auf einmal!) - vergeben wird. Es gibt auch einen feierlichen Anlass: Das Kultfestival feiert heuer seinen 70. Geburtstag...Champagner für alle! Eine meiner Lieblings-Experimentalfilmerinnen und Videokünstlerinnen nennt sich übrigens Pipilotti Rist: Die erste Installation, die ich je von ihr gesehen habe, heißt Ever Is Over All und zeigt eine junge Frau, die mit einer großen Blume die Scheiben parkender Autos einschlägt „undsoweiter“ – diese Installation wurde übrigens unter anderem vom Museum of Modern Art New York erworben (wer möchte, schwenkt an dieser Stelle kurz zu Blonde Redhead und hört Here Sometimes (4AD Session)). Apropos Installation: Demnächst ist Manifesto, eine deutsch-australische Filminstallation des in Berlin lebenden Künstlers Julian Rosefeldt in der École des Beaux Arts in Paris zu sehen. In synchronisierten Filmen interpretiert die bekannte Charakter-Darstellerin Cate Blanchett in 13 verschiedenen Rollen die Manifeste von Künstlern des 20. Jahrhunderts, wie etwa Guillaume Appollianire, Wassily Kandinsky, André Breton, Jim Jarmusch, Werner Herzog oder Lars von Trier. Sapperlipopette, jetzt ist mir auch noch die Montblanc-Tinte ausgegangen ;-))...

 

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B.B. Butterfly

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Sa

04

Feb

2017

Astronomie

Photo: "Love makes the world go round: Offener Armreif und Ring c. 1960, Finnland; Postkarten: Albertina; Lederarmband "OF COURSE NOTHING ELSE THAN ANOTHER ADDITIONAL SOMETHING" von Bless, entdeckt im MAK Design Shop.", TD

MUSIK: Peter Alexander - Mandolinen und Mondschein

Sonne, Mond und Sterne

„Valentinstag ist nicht nur das Fest der Liebe sondern auch das Fest der Freundschaft“, klärte mich eine meiner Freundinnen von Welt vor vielen Jahren auf. Sprach’s und schenkte mir eine riesige...aber nein, das bleibt privat. Ich freue mich jedenfalls wie....wie....wie ein Schaukelpferd möchte ich nicht sagen, das klingt zu abgedroschen.  Prinzipiell bin ich nämlich der Meinung, dass man so oft wie möglich feiern sollte. Und wer keinen Anlass hat, (er)findet eben einen. Den Hurra-Ich-Lache-Noch-Feiertag zum Beispiel. Oder den Tag der Besten-Karotten-Ingwer-Kokosmilch-Suppe-Ever-And-Ever-And-Ever. Das Universum bietet viele gute Gründe um zu zelebrieren. Apropos Universum: Zum Valentinstag schenke ich mir ein Teleskop und eine der exzellenten ORF-Universum-Dokus auf DVD: „Wildes Venedig“ zeigt das Venedig der Tiere, abseits des Touristentroubels. Ich besitze nämlich bewusst kein TV-Gerät. Obwohl ich gestehen muss, dass ich manchmal Sehnsucht nach Arte-, 3Sat- und anderen Sendungen habe. Aber eben nur ein bisschen. Noch lieber zähle ich Sternschnuppen oder lüfte mein Gehirn bei Winterspaziergängen im Prater, der derzeit aussieht, wie weiße Eis-Zuckerwatte. Jetzt muss ich aufhören...bin verabredet. Wir gehen in die Franz West Ausstellung Artistclub im 21er Haus in Wien, die noch bis Ende April läuft. Genau, der verstorbene Bildhauer, der einst in beeindruckender Weise (auf den Schüttwinkel kommt es an!) rosaroten Lack auf seinen Maserati schüttete, was ich damals im MAK als ziemlich schräg empfunden habe. So, jetzt aber wirklich...ich gehöre nämlich nicht zu jenen Menschen, die zwanzig mal sagen, sie gehen und nach einer Stunde noch immer sitzen bleiben. In diesem Sinne: Hasta la Pasta, happy Valentine und bis bald!

 

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B.B.Butterfly

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So

22

Jan

2017

Kunst

Photo: "Himmel über Wien: Tanzpaar im Stil der "Roaring Twenties" als Brosche, von Marie-Christine Pavone; Brosche mit passenden Ohrclips, c. 1950 aus Canada; große Brosche c. 1930 von Eisenberg.", TD

Tanz, Lady!

Manchmal hat man einfach die Nase voll und möchte am liebsten um sich hauen. Der guten Kinderstube wegen tut man es dann doch nicht. Man benötigt also ein anderes Ventil um seinen aufgestauten Ärger loszuwerden...die simpelste Methode ist wohl der Sport. Oder man backt Brot. Ich hege den Verdacht, dass es dem US-Comic-Zeichner Elzie Crisler Segar dann und wann ebenso erging. Und so ward ein Lieblings-Comic geboren: Popeye The Sailor. Es beginnt mit der Serie „Thimble Theater“ (Fingerhutbühne), die er erstmals an einem 19. Im Jahr 1919 veröffentlicht und die sich rund um die ziemlich lebensnah gezeichnete Familie Oyl dreht. Zehn Jahre später, genau während der ersten Weltwirtschaftskrise, erblickt Popeye, quasi der Held aller Superhelden, das Licht der Comicwelt, wird ein Publikumsmagnet und damit zum Hauptcharakter des Cartoons. Der Seemann mit dem großen Herzen flucht ununterbrochen, redet, während er die Pfeife im Mund hat und lässt gerne seine Fäuste sprechen. Mein persönlicher Kult-Star der Serie ist allerdings seine hochgewachsene Geliebte Olive Oyl, die „First Lady of Cartoons“. Die schräge Dame mit den Maßen 19-19-19 (genau - wie das Datum ihres ersten öffentlichen Auftritts) und der Schuhgröße 57 hat ein Riesenego und entspricht optisch dem knabenhaften Schönheitsideal der „Roaring Twenties“. Übrigens: Joann Sfar ist der französische Kult-Autor (schon wieder „Kult“) von Comics wie etwa „Le Chat du rabbin“ (Die Katze des Rabbiners), sowie „Gainsbourg, vie héroique“ (mit Laetitia Casta als Brigitte Bardot). Für die Ausstellung „Une seconde avant l’éveil“ (= eine Sekunde vor dem Erwachen) lädt er anhand eines Dialogs zwischen seinen eigenen Werken und jenen Salvador Dalis, auf eine märchenhafte Reise zwischen Traum und Wirklichkeit, umgeben von surrealistischen Skulpturen und Objekten Dalis, sowie Haute-Couture-Kreationen von Elsa Schiaparelli, die einst unter anderem die berühmten Hummerkleider oder Schuh-Hüte zusammen mit Dali kreierte. Oh, vielleicht sollte ich Ihnen auch noch verraten, wo diese wundervolle Ausstellung stattfindet: Espace Dali, 18. Arrondissement, Paris...noch bis zum 31. März 2017.

 

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B.B. Butterfly

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So

08

Jan

2017

Musik

Photo: "Wenn Wünsche fliegen lernen: Tinker Bell als Anstecknadel von Lea Stein, zeitgenössisch und Brosche in Form einer Pianistinnenhand, c. 1930.", TD

Duft: AMARIGE (auf "Verlan" = Mariage) von Givenchy

Gipfel der Genüsse

Der Ski-Zirkus an sich ist eher nicht meine Welt, muss ich gestehen. Obwohl ich für mein Leben gerne Waldspaziergänge im Schnee mache oder immer wieder mal versuche, elegant Schlittschuh zu laufen. Wie dem auch sei, Gleichgesinnten empfehle ich alternativ die neue Philharmonie in Paris, die von dem französischen Star-Architekten Jean Nouvel konzipiert wurde und die von außen einem modernen Gletscherberg gleicht: Drei Konzertsäale versprechen eine Akustik auf höchstem Niveau für Musiker jeden Genres. Nach der Seelenkost gibt es Feines für den Gaumen im Restaurant im sechsten Stockwerk mit einem wunderbaren 180°- Blick über den Nordosten von Paris. Und da wir schon beim „Blick“ sind, empfehle ich der Dame von Welt auch gleich ein Spa der originellen Art in den Alpen der Savoie: Das „Bulle de Beauté“ befindet sich in einer transparenten Kugel, die aussieht wie eine überdimensional große Sissi-Schneekugel, inklusive atemberaubendem Blick über den Gipfel von Courchevel.

Daheimgebliebene können das Gesichtstonikum von Dr.Hauschka testen, meine Haut macht es jedenfalls butterweich - und mein Gaumen freut sich jetzt auf eine Tasse Kusmi Tea (ich liebe das wunderbare Design der Teedosen...).

 

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B.B. Butterfly

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Mi

21

Dez

2016

Glaube

Photo: "Ein paar Flöckchen für Schneeköniginnen mit Herz: Schmuckstücke von Philippe Ferrandis, Paris, auf moderner Kunstkeramik von Bibi Beranek (bonanza.at).", TD

Musik: Wendy Rene - After Laughter (Alkalino Rework); Alvaro Soler - Sofia;

Bless - Un Ange A Ma Table

Oxytocin für alle!

Tränen der Rührung flossen in Strömen am lauwarmen vierten Adventssonntag: Nach dem Essen spielten die kleinen Nichten miteinander. Erst Theater, dann zogen sie sich Hauben und Handschuhe an und „bauten einen Schneemann“ (die Papierschnipsel sollten den Schnee darstellen) - mitten in der Wohnung. Ergo wünschte ich mir inbrünstig, es möge doch endlich schneien, den Mädels zuliebe. Und siehe da... Was sagt uns das? Richtig. 1. Der Mensch an sich braucht seine Auszeiten, Feiertage, Feste und „Rituale“, sowie die Natur den Wechsel der Jahreszeiten. 2. Wünsche können tatsächlich wahr werden, sofern man an sie glaubt. Unerschütterlich.

Was wollte ich noch sagen......ah ja: Mein diesjähriger Beitrag für den Weltfrieden ist ein Buch-Tipp für Sie zu Weihnachten: Der Weg der Kaiserin von Christine Li und Ulja Krautwald (Fischer). Geht es der Mutter gut, geht es dem Kinde gut!

Und noch ein Geschenk aus der Weltstadt des Lichts und der Liebe: Das Super-Trouper-Oxytocin-Kuschel-Sweatshirt „Hug“ aus der Capsule-Kollektion „L’Amour“ von Juliette Swildens (swildens.fr).

 

In diesem Sinne: Licht, Liebe, BIG HUG und frohe Feiertage vom lieben Schmuck-Team aus der Weltstadt mit Charme und Humor!

 

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B.B. Butterfly

 

Kunstkeramik von Bibi Beranek derzeit erhältlich etwa bei Berger Feinste Confiserie, Wollzeile 22, 1010 Wien.

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Di

06

Dez

2016

Emotion

Schnappschuss: "Das Dschungeltuch: Renate Doringer-Millich trägt eine Seidenbluse von St. Emile, eine Puma-Brosche von Lea Stein und eine Brille in Leo-Optik von Dolce & Gabbana bei IHRE BRILLE.", TD

Musik: The Cat Empire - Two Shoes

Welt der bewegten Bilder

Kennen Sie den Musical-Film The Wizard of Oz? Genau, den mit dem Löwen, der Vogelscheuche, dem Eisenmann und Hund Toto. Wie ich diesen Film als Kind geliebt habe! Jedes Lied konnte ich rückwärts singen (trotz falschem Stimmbandschluss). Und Dorothys leuchtend rote Glitzerschuhe hatten es mir ganz besonders angetan... Genauso wie sämtliche Damen-Kostüme der „Ponys vom Immenhof“-Trilogie, die mir die Frau Mama natürlich allesamt filmgetreu nachkreieren „musste“ und mit denen ich in der Schule so ziemlich aus dem Rahmen fiel.  Die Lieder konnte ich – selbstredend – ebenfalls mitsingen. Später war dann Pippi Langstrumpf dran... So viel zu den Stil-Ikonen meiner Kindheit. Die Modehelden von heute hingegen heissen Elsa und Anna, Superstars der „Eiskönigin“. Millionen kleiner Mädchen wollen singen, tanzen, aussehen und pupsen wie sie. Ich könnte an dieser Stelle zu einem Buch-welches-ich-nicht-gelesen-habe von Serge Gainsbourg überleiten. Es heißt „Die Kunst des Furzens“. Aber das tue ich  nicht. Stattdessen entführe ich Sie in die Ausstellung „Deshabillez-Moi! Les costumes de la pop et de la chanson“, die noch bis Frühjahr 2017 in Moulins läuft: Im „Centre national du costume de scène“ stellen Stars der internationalen Musikszene von 1910 bis heute ihre exzentrischen Bühnenoutfits aus. Thematisiert werden Josephine Baker und ihr berühmter Bananengürtel, Edith Piaf im „Kleinen Schwarzen“ , Madonna im Jean-Paul Gaultier-Style, Beyoncé im Perlenkorsett von Thierry Mugler u.v.m. Ein extra Raum ist übrigens dem französischen Künstler „M“  alias Matthieu Chedid gewidmet. Viel Vergnügen!

 

Last but not least wünscht das gesamte Team HAPPY NIKOLO!!!

 

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B.B. Butterfly

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Fr

18

Nov

2016

Tendenz

Photo: "For Your Eyes Only. Maske, c. 1950er Jahre, Gablonz. Vintage Büste: Christian Dior, c. 1950, Paris; Haube: B.B. Butterfly's Fundus; Wallpainting: Urschler + Urschler für robertarogy.com. Herzlichen Dank an Roberta Rogy!", TD

Modegeflüster

Olympia Le-Tan hat ein Buch geschrieben. Für alle, die an dieser Stelle Gare Saint Lazare verstehen: Wer sich in den 1970er Jahren an den Clutches erfreute, die aussahen wie ein eingerolltes Frauenmagazin, dem gefielen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die noch viel edleren, handgearbeiteten Abendhandtaschen in Form von bestickten Bücherromanen, mit der die ehemalige Chanel Stylistin vor einigen Jahren die Welt eroberte: Von Buchtiteln von Simone de Beauvoir über Daphné Maurier bis Francoise Sagan war da einiges dabei. Jetzt also ein veritables Buch, inklusive Vorwort vom Herrn Papa, dem bekannten Illustrator Pierre Le-Tan, sowie Suzy Menkes: Das Werk ist Pink, heißt „The Story of OLT“ (Rizzoli) und beschreibt – surprise - ihr eigenes Leben, ihre Modemarke, ihre Inspirationen sowie die berühmten Minaudières (= in den 1930er Jahren entstandene Täschchen, die aussehen wie kleine Schmuckstücke). Erst letzte Woche signierte die Kult-Designerin, die sich selbst stylt, als wäre sie den 1950er Jahren entsprungen, bei Colette, dem bekannten Pariser Concept-Store...ach ja, in der aktuellen Taschenkollektion lässt sie die Street-Art des US-amerikanischen Künstlers Keith Haring wieder aufleben. Für die Kampagne posiert übrigens Chloé Sevigny. Wie schick ist das denn?

 

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B.B. Butterfly

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So

30

Okt

2016

Spirit

Photo: "Collier und Armband, c. 1950, Mexiko.", TD

Fiesta Mexicana

Schon mal einen weißen Skorpion beim eifrigen Sandschaufeln beobachtet? Nicht? Ich schon. Und das kam so: Ich hatte mich aus heiterem Himmel in die fixe Idee verliebt, das Nonnenviereck in den Ruinen von Uxmal unbedingt live sehen zu müssen. Und wenn ich mir voller Begeisterung etwas einbilde, muss ich es auch auf der Stelle umsetzen.  Prompt saßen wir also im Flieger nach Mexiko, wo wir einen eidottergelben VW-Käfer mieteten, um quer durch das Land zu touren. Was von der Reise übrig blieb, ist die Erinnerung an intensive spirituelle Momente der Stille, lachende Menschen mit einer reichen Kultur und den wahrscheinlich schönsten Sternenhimmel, den die Menschheit gesehen hat – als Hobby-Astronomin und bekennende Expertin für Sonnenuntergänge aller Art wage ich dies beurteilen zu können. Und diese fröhlichen Farben erst! Herrlich, das tat der Seele gut. Daher habe ich beschlossen, meiner besten Freundin zum Geburtstag einen Geschenkekorb für die Sinne im Mexiko-Stil zu überreichen, plus Kuh-Pinata aus Pappmache, aus der es um Mitternacht Süßigkeiten regnet (sozusagen für das innere Kind). Oder soll ich doch lieber eine Pinata im Arielle die Meerjungfrau – Kostüm nehmen? Das entscheide ich dann vor Ort, im Casa México in der Wiener Siebensterngasse. Darüber hinaus bekommt sie einen eigens kreierten Rock à la Frida Kahlo, den ich knallbunt besticken lasse. Das ist Lebensfreude pur, vor allem im November (Bonjour Tristesse!)... Auch wenn „bunt und lustig“ nicht gerade dem entspricht, was mancherorts in Sachen Kleidung Usus ist - in dieser Hinsicht habe ich mir noch nie große Gedanken gemacht. Denn: An manchen Tagen dürstet der Mensch nach Farbe und dann wieder nach schlichtem Understatement, je nach Verfassung. Schließlich soll jeder tragen worin er sich wohl fühlt, Hauptsache man bleibt sich treu, n’est ce pas?

 

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B.B. Butterfly

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Fr

21

Okt

2016

Mode

Photo:"Igel im Weltall: Bowling Bag, zeitgenössisch, Paris.", TD

Zeigt her Eure Füsse (oder auch nicht)

Neulich im Ankleidezimmer: Was habe ich gewütet, aussortiert, neu kombiniert und die originellsten Outfits „polaroidisiert“. Und dabei exakt 108 (!) Handtaschen gezählt (ich schwör’s, ich bin keine Sammlerin). Mon dieu. Zu jeder erdenklichen Gelegenheit  bekomme ich die wunderbarsten, abenteuerlichsten Taschen geschenkt, warum auch immer. Angeführt von der englischen Umhängetasche in Form einer altklug dreinschauenden Eule, als auch einer Strohtasche, bestickt mit einem weiss glitzernden Pailletten-Einhorn. Aber: Letzen Endes greift man doch immer wieder zu „der Einen“. Soviel zum Thema Taschen – eigentlich habe ich ja das klassische Faible für Schuhe, wenn wir schon über Mode reden, da bin ich wie Sie. Und deshalb habe ich auch einen schönen Ausstellungs-Tipp: „A vos pieds“ im Musée de Confluences in Lyon, zeigt die Geschichte der Schuhe über fünf Jahrhunderte hinweg auf fünf Kontinenten, angefangen bei den frühen chinesischen Modellen bis hin zu Sneakers. Am Ende der Ausstellung, die bis April 2017 läuft, hat man die Möglichkeit, seine eigenen Füsse zu fotografieren (was ich wirklich schon immer einmal tun wollte) und sie auf die „Social Wall“ zu stellen.

 

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B.B. Butterfly

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Fr

30

Sep

2016

Stil

Photo: "Handgearbeitete Colliers aus Schmuckperlen, zeitgenössisch, von Miriam Haskell, USA. Nagellack auf Spiegel von YSL.", TD

Musik: Saint Privat - Mille Baci

Warten auf Godard

 

 

 

„Ich zählte jedes Seufzen der Heizung, jedes Knarren des Parkettbodens wurde zu einem mentalen Highlight. Manchmal spielte ich auch „Was ist schlimmer als das?“....“

 

 

 

Auszug aus

 

 

PERLMILCH

oder

DIE POESIE DES SCHWEIGENS

  

 

 

Ein Künstlerroman im Stil der surrealistischen „écriture automatique“

von Natascha Dimitrov.

 

 

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B.B. Butterfly

Do

15

Sep

2016

Literatur

Photo: "Collier "Forget Me Knot", 1971, von Vivianna Torun Bülow-Hübe, Schweden. Nachtblauer Blazer: Windsor; Button: Kunststelle.", TD

Musik: Dave Brubeck - Stardust

Nordish By Nature

Smörrebröd, smörrebröd röm pöm pöm pöm (oder so ähnlich). Heute, verehrte Leserschaft, dreht sich fast alles um das wunderbare – tatarataaaa – Skandinavien! Was fällt mir dazu spontan ein? Mal sehen: Ich habe die kleine Meerjungfrau in Dänemark besucht, in Schweden Midsommarfest gefeiert und in Finnland Tango getanzt, bin stolze Besitzerin eines Paars traditioneller norwegischer Handschuhe und höre unter anderem gerne Björk. So weit, so gut. Ach ja, und skandinavisches Design mag ich natürlich auch, etwa Marimekko (!), Alvar Aalto, Arne Jacobsen und all die anderen üblichen Verdächtigen. Was wohl daran liegt, dass es irgendwie eine ehrlich frische und unbefangene Ästhetik ausstrahlt und man sich plötzlich irgendwie so...so... unsagbar jung fühlt. Ich schließe die Augen und sehe mich im knallbunten Ringelpyjama glänzenden Blickes vor einer riesigen Schüssel (natürlich von Arabia Finland) Zimt-Grießbrei sitzen und ABBA hören, während die Welt sich fröhlich weiterdreht – und spüre Lebensfreude pur! Das ist, glaube ich, das Geheimnis. An dieser Stelle möchte ich Skandinavien-Einsteigern wärmstens ein informatives Buch mit vielen Bildern empfehlen: Es heißt schlicht „Skandinavisches Design“ und ist im Taschen Verlag erschienen. Darin beschreiben die Autoren Charlotte und Peter Fiell Design von 1900 bis in die Gegenwart und stellen einen Überblick der wichtigsten Marken und Künstler vor – man will gar nicht mehr aufhören zu schauen und darin zu lesen! Und wenn wir schon dabei sind, möchte ich Ihnen gleich noch eines vorstellen: Nein, es ist nicht „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante, der Roman, von dem gerade die halbe Welt zu sprechen scheint. Modeaffine Hobby-DetektivInnen können jetzt im Miniatur-Bildband „50 Robes, 50 Films à deviner“ (Milan et demi), der wie ein Quiz aufgebaut ist, versuchen, anhand verschiedener Indizien wie Kleider, Schmuck und Accessoires, die passenden Filme zu erraten: Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh, Vom Winde verweht, et cetera. Die schicken Illustrationen stammen übrigens von Mélanie Deyme alias Chez Gertrud.

 

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B.B. Butterfly

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So

28

Aug

2016

Wertschätzung

Photo: "Power-Shopping: Weihnachtsbaum als Brosche, c. 1970 von Larry Vrba, USA; Weihnachtskugeln in diversen Farben und Formen, c. 2000. Miniatur-Einkaufswagen: Tiger.", TD

Interpretationssachen

Sie werden lachen: Ich habe soeben das erste Weihnachtsgeschenk finalisiert. Es ist ein – tatarataaa – kleines Weihnachtswundermärchen rund um eine hochbegabte, zartbesaitete Cellistin, welches meine bühnenbegeisterten Nichten und Neffen unbedingt im familiären Rahmen aufführen wollen, so viel sei verraten. Und danach wird feierlich der Making of – Kurzfilm, natürlich inklusive jeder Menge Pannen gezeigt. Ich liebe Geschenke und Überraschungen, dazu stehe ich! Auch wenn es eine Kleinigkeit ist, allein die Geste zählt. Wenn ich materielle Dinge wie etwa Preziosen verschenke, dann nur etwas, das auch mir gefällt. Bücher sind eine heiklere Angelegenheit: Ich schenke ausschließlich jene, die ich selbst gelesen habe. Worte können eine Menge bewirken (oder auch nicht), im positiven als auch im negativen Sinne und wer weiss, was die Beschenkten da hinein interpretieren. So ähnlich geschehen vor fünf Jahren, als eine Bekannte einen tausend Seiten dicken Wälzer mit den Worten „Dies soll eine Provokation sein“ überreicht bekam (nicht von mir!) und sage und schreibe das gesamte Werk hindurch wie besessen nichts anderes tat, als nach der eventuell zwischen den Zeilen versteckten angekündigten Herausforderung zu suchen. Mon dieu. Aber: Ich bin da nicht anders, ich beginne schon zu deuten, noch bevor die Dinge des Alltags überhaupt relevant werden, warum auch immer.

Apropos Alltag: Bis Ende Oktober läuft im Wien Museum eine Ausstellung zum Thema Hut, ich glaube sie heißt Chapeau und sie soll ziemlich gut sein. Ausgefallene Kopfbedeckungen gibt es hoffentlich wieder bei der Blickfang Designmesse im MAK, ebenfalls Ende Oktober. Und da wir uns peu à peu in großen Schritten der besinnlichen Zeit nähern, gebe ich mir auch noch die Ausstellung „Jede Wanderschaft gilt einem äußeren und inneren Wege“ (Gottfried Keller), die von Anfang bis Mitte September in der Fotomanufaktur und Galerie ZEBRA Zentrum für Klassische und Moderne Fotografie in Wien gezeigt wird.

 

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B.B. Butterfly

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So

14

Aug

2016

Humor

Photo: ""Doggy Bag", Vintage, très chic fantastique kombiniert mit schrägen Schleifen und zauberhaften Perlen von Philippe Ferrandis, zeitgenössisch, Paris.", TD

Modern Romantics

Heute Mittag hatte ich Pommes. Richtig fette, knusprige Pommes, ganz klassisch mit Ketchup, jawohl. So viel zum Thema „kleines Geheimnis“. Offenes Geheimnis hingegen ist, dass sich die Welt der Kunst im Allgemeinen und des Designs im Speziellen von den Zeichen der Zeit inspirieren lässt. Und so kann es durchaus vorkommen, dass fünf kreative Menschen, die einander nie kennengelernt haben, und die sich auf verschiedenen Kontinenten aufhalten, eine ähnliche Idee haben, diese aber unterschiedlich umsetzen, je nach Sichtweise eben. Soll heißen, sie haben eine ausgeprägte, ähnlich tickende Sensibilität für die Dinge, die da in der Luft liegen. Und: Wer reich an Ideen ist, inspiriert sein Umfeld. Das ist nun mal so. Wer sich aber des Reichtums seiner Ideen bewusst ist, betrachtet diese Tatsache als Kompliment und nimmt sie mit Humor. Denn er weiß, dass die Quelle der Kreativität niemals versiegen kann. Jeder Mensch ist einzigartig, ergo sind es auch seine kreativen Ergüsse, in welchem Bereich auch immer. Der Eine ist etwa perfektionistisch veranlagt, ein Anderer verwandelt seine Schwächen (wie etwa eine eventuelle Aversion gegen Bügeleisen aller Art :-)) in ein immer wiederkehrendes Stilelement. Und das ist gut so. Es ist wie in der Schule, wo zwei Dutzend Schüler einen Aufsatz zum selben Thema schreiben und jeder etwas anderes daraus macht. Die Betonung liegt auf „anders“.

 

Jetzt gehe ich Riesenrad fahren und lasse mich inspirieren von der charmanten Weltstadt der begnadeten Geister. Ich empfehle mich!

 

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B.B. Butterfly    

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Sa

30

Jul

2016

Idealismus

Photo: "Schmuckstücke ab c. 1930, international, auf Knitterfalten.", TD

Love Is All You Feed

Auf der Suche nach der passenden Lektüre für ein kleines Mädchen traf ich auf eine Mitarbeiterin der ganz besonders seltenen Art: Sie beriet nicht einfach, nein, sie leuchtete in ihrer Gesamtheit wie der Sternenhimmel einer glasklaren Winternacht, während sie von den empfohlenen Büchern sprach oder vielmehr schwärmte. Ihre mitreißenden Worte überschlugen sich schier vor Begeisterung! Das war echt. Was für eine Wohltat. Man spürt sofort, ob ein Mensch leidenschaftlich für etwas brennt, ob er mit Herzblut bei der Sache ist. Auch das ist eine Form von (Selbst-) Liebe. Wir wissen: Je sympathischer man sich selbst ist, desto offener kann man auf sein Umfeld, Mensch und Tier in Beruf oder Freizeit zugehen (na ja, ausser an jenen Tagen, an denen man eventuell mit dem „falschen Bein“ aufgestanden ist:-). Das fängt beim „Wie“ der Zubereitung des morgendlichen Honigbrotes an und endet...ja wann endet ein Gefühl eigentlich?

 

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Fr

15

Jul

2016

Stil

Photo: "Trinkender Papagei, Gmundner Keramik, c. 1920, Österreich.", TD

Hüttenzauber

Lust auf einen bunten Sommer-Cocktail oder würzigen Käse à la Plancha mit echtem Robinson Crusoe-Feeling? Dann auf nach Paris! Richtig gelesen: Direkt vor der Opéra Garnier, dem Originalschauplatz des Phantoms der Oper, befindet sich noch bis zum 1. Oktober eine relativ schlichte Stroh-Hütte inklusive Holz-Mobilier, Poufs, Hängematten und grossen Sonnenschirmen, die man sogar für eine Feier mit maximal 50 geladenen Gästen mieten kann (siehe Facebook / La Paillotte de l’Opéra by Cointreau). Der Schuh dazu: „Twins For Peace“ heißt die derzeit angesagte Sneakers-Marke Made in France, welche etwa Caroline de Maigret tagsüber zu ihren 501-Jeans trägt. Ob mit bunten Perlen, tropischen Motiven oder mit Punkte-Print in Pastell (für mich bitte in Weltkarten-Optik) – Erkennungsmerkmal ist das breite Seidenband als Schnürsenkel. Und wo wir schon beim Thema Mode sind, möchte ich der verehrten Leserschaft ebenso die neue Ausstellung „Anatomie d’une Collection“ im Pariser Mode-Museum Galliera ans Herz legen. Hier werden hundert Kleidungsstücke und Accessoires gezeigt, die anhand ihrer anonymen oder bekannten Träger Geschichten erzählen (wir lieben Geschichten!), wie etwa eine Weste Napoléons, ein Korsett von Marie-Antoinette, der Kragen von Sarah Bernhardt, eine Arbeiter-Schürze, ein Kleid von George Sand, ein Kostüm Audrey Hepburns, der Pyjama von Tilda Swinton und – was bei einer Ausstellung dieser Art natürlich nicht fehlen darf: Der bekannte „Chapeau-Chaussure“ (quasi ein Schuh als Hut), welcher das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Salvador Dali und Elsa Schiaparelli darstellt und von Dali’s Muse Gala mit Würde getragen wurde.

 

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B.B. Butterfly

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Do

30

Jun

2016

Wellness

Photo: "Dior-Roben und Chanel-Kostüme zum ausmalen mit passendem Schmuck-Set, c. 1950, USA. Malbuch von Prestel, etwa bei Leporello.", TD

As Time Goes By

Echte Freaks schmücken sich nicht nur mit dem Glanz vergangener Zeiten – sie leben ihn auch! Ich gebe zu, in den Achtzigern machte die allgemeine Aerobicwelle auch vor mir nicht halt. Ich besaß Videokassetten (ja, so hieß das damals) von Jane Fonda bis Sydney Rome (man beachte: Gleich zwei Städte-Namen auf einmal), schwitzte elegant in meinem neonpinken Gymnastikanzug und fand mich schließlich irgendwann mit dem Gedanken ab, niemals eine Jane Fonda-Figur zu haben.  Da half auch die sogenannte „Hollywood-Star-Diät“ nicht, die erste und einzige Diät, die ich jemals testete – ich schwör’s! Das lag übrigens daran, dass ich mich die ersten drei Tage (oder so ähnlich) ausschließlich von Ananas ernähren „durfte“, soviel ich wollte, was zur Folge hatte, dass der Anblick der tropischen Frucht seither Brechreiz in mir erzeugt. Ja, selbst die naturgetreue Nachbildung einer Ananas im Museum (so geschehen vor kurzem im MAK, im Barockraum) verursacht Würgegefühle!

Paris ist jedenfalls wieder im Fitness-Fieber. Das neue schräge Konzept, das gerade für Aufruhr sorgt, heißt Brunch „Fit & Dance“ und wird im Café Faust, Pont Alexandre III, im 7. Arrondissement, angeboten: Nach einer Stunde intensivem Sport mit Aerobic, Tanz, Kardio und Stretching zur passenden 80er Jahre-Playlist gibt es zur „Belohnung“ einen gesunden, grosszügigen Brunch. Dress-Code: Natürlich à la Jane Fonda, Bodys und Leggings in Knallfarben.

Wer überdies wie ich, beim Anblick eines Mille-Feuilles, Eclairs, Baba au Rhum oder einer Tarte au Citron ins Schwärmen gerät, der ist im „Fou de Patisserie“, in der Rue Montorgueil im zweiten Pariser Arrondissement gut aufgehoben: Hier ist die Crème de la Crème der französischen Star-Patissiers in einer Boutique vereint, wie etwa Cyril Lignac, Pierre Hermé, Christophe Michalak, Jacques Genin and so on.

 

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B.B. Butterfly

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Fr

24

Jun

2016

Psychologie

Photo: "Ice Age: Plexiglas-Schmuck, c.1970, Frankreich; Ring und Clips von Dominique Denaive, zeitgenössisch, Frankreich; Armreifen in Mammutzahn-Optik von Angela Caputi, zeitgenössisch, Florenz. Eisbären: Lego; Eiswürfelformen "Stern" und "Herz": Tiger.", TD

Fest der Sinne

Es ist 4.55 Uhr. Wie jeden Morgen surfe ich im Netz, als ich über einen spannenden Artikel des bekannten Philosophen und Soziologen Georg Simmel stolpere. Ein Artikel über die Psychologie des SCHMUCKES – quelle surprise! Dieser geistreiche Mensch lebte mit seiner Ehefrau, der Künstlerin Gertrud Kinel, in Berlin und sie beide standen mit Rainer Maria Rilke, Max und Marianne Weber und Edmund Husserl in regem geistigen Kontakt. Eine der Grund-Aussagen seiner Schrift: „Man schmückt sich für sich und kann das nur, indem man sich für andere schmückt (Stichwort: Sich-Spiegeln).“ Dass dabei hie und da auch leichte Neidgefühle entstehen können ist unumgänglich. Dennoch bin ich der Meinung, dass gerade die Sache mit dem Schmuck eine gerechte „Angelegenheit“ ist: Jeder Mensch kann Schmuck anlegen. Zumindest in Tagen wie diesen, was in früheren Zeiten eben nicht so selbstverständlich war: Im Frankreich des Mittelalters etwa war es lediglich Personen ab eines gewissen Ranges erlaubt Goldschmuck zu tragen. Allen anderen wurde dies strengstens untersagt. Der komplette Artikel ist übrigens auf socio.ch nachzulesen. So, jetzt habe ich Gusto auf Toblerone, das habe ich nun davon. Macht nichts, ich tröste mich mit einer interessanten, spirituell anmutenden Ausstellung in Nimes, die ich demnächst im Zuge meines alljährlichen Südfrankreich-Urlaubs besuchen werde: Der schweizer Gegenwartskünstler Ugo Rondinone stellt seine poetisch anmutenden Skulpturen im „Carré d’Art“ aus. Er selbst sagt: „Die Natur ist meine Religion.“ Und so finden sich etwa poppig-farbenfrohe Clown-Skulpturen in einem Wald, die bemalten Steine scheinen einer magischen Zauberberg-Landschaft zu entspringen und zur Rückkehr zur Langsamkeit einzuladen.

Zu guter Letzt habe ich einen sommerlichen Shopping-Tipp: Das französische Kult-Label Agnès B. hat anlässlich seines 40. Geburtstags eine Reedition der begehrten T-Shirts, in Kooperation mit eingeladenen Künstlern wie Gus van Sant, Jean-Michel Basquiat, Loulou Picasso, Elli Medeiros, Nat Finkelstein oder Lou Levy, herausgebracht. Limited Edition!

 

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B.B. Butterfly

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Mo

13

Jun

2016

Kunst

Photo: "Es war die Nachtigall, nicht die Lerche: Schmuckstücke von Philippe Ferrandis, zeitgenössisch, Frankreich." TD

So ein Theater!

Ich bin eine bekennende Drama-Queen. Da wird aus jeder Mücke ein Mammut gemacht und vieles ist gleich eine ganz furchtbare Katastrophe. Klingt anstrengend? Ist es auch. Das Positive ist, dass man sehr intensiv lebt - Shakespeare ist nichts dagegen! Apropos: Den großen Dichter gibt es jetzt sogar als Comic samt wunderbar schlicht-eleganten Zeichnungen – entdeckt in der wunderbaren Wiener Buchhandlung meines Vertrauens. Noch eine wunderbare Nachricht: Im Herbst gibt es wieder neue Termine für „Romeo und Julia“ in Wien, von und mit Michael Niavarani (das Stück soll großartig sein!).

Und da wir uns schon mit der Vergangenheit  beschäftigen, besuchen wir auch gleich DIE Ausstellung to be: „Fashion Forward“ Mode über drei Jahrhunderte (1715-2016) im „Musée des Arts décoratifs“ , die noch bis 14. August im Pariser Louvre zu sehen ist: 300 Modelle u.a. von Madeleine Vionnet, Gabrielle Chanel, Cristobal Balenciaga, Jeanne Lanvin, Courrèges, Christian Dior, Yves Saint Laurent, Azzedine Alaia (dieser unglaubliche neue Damenduft macht beinahe süchtig!), Karl Lagerfeld, Comme de Garcons, Hussein Chalayan, Martin Margiela, Louis Vuitton et cetera. Inszeniert von dem englischen Star-Tänzer und –Choreographen Christopher Wheeldon in Zusammenarbeit mit der Pariser Oper. Bonus: eine exklusive Kollektion von H&M Conscious (etwa mit Botticelli-Prints), inspiriert von den Archiven des Modemuseums. Das Model der Kollektion ist übrigens Julia Restoin Roitfeld, Tochter der bekannten Moderedakteurin mit dem gewissen Etwas, Carine Roitfeld. Danach genehmigen wir uns noch einen „Pimms“ – den neuen Lieblings-Apéritif der Franzosen mit Stil! Den Cocktail mit Vintage-Gin, ursprünglich offizielles Getränk der britischen Aristokraten von Ascot, Wimbledon, hat die Pariser Garde im Marais für sich entdeckt, in Shoreditch oder Brooklyn ist es übrigens ebenfalls Trend-Getränk Nummer eins. Hier ein Rezept, das meine Freundin und ich demnächst testen werden: 25 cl Pimm’s Likör, 75 cl Zitronenlimonade, 1 Apfel, 4 Erdbeeren, 2 Zitronen, 1 halbe Gurke und ein paar Blätter frische Minze (ich liiiebe Minze, vor allem in Erbsen-Minze-Suppe à la Carluccio !!!). Früchte in kleine Stücke schneiden und mit dem Rest mischen. 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen und mit Eis servieren.

 

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B.B. Butterfly

 

Quelle: marmiton.org

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Fr

06

Mai

2016

Alltagsgeschichten

Photo: "Frühjahrsputz (im doppeldeutigen Sinne) nach B.B. Butterfly: Schmuckstücke von Ernesto Sturzenegger, zeitgenössisch, Schweiz. Location: Schlossgarten Belvedere, Wien.", TD

Schön denken

„Zahnärzte (...) fletschen die Zähne“ las ich neulich in der Online-Tageszeitung mit der originellen Radio-Werbung. Allein ob dieses Titels hüpfte mein Zwerchfell vor Freude aufgeregt auf und ab (ich stellte mir natürlich prompt Schwanensee tanzende, Zähne fletschende Zahnärzte vor). Sie müssen wissen: Ich hege eine besondere Leidenschaft für alte Ausdrücke, fantasievolle Wortakrobatik und Texte mit viel Augenzwinkern, pflege aber eine eigene Art von Humor. Und habe auch die seltsame Angewohnheit, ausgerechnet immer dann lachen zu müssen,  wenn der Rest der Menschheit um mich herum schweigt. Im Bellaria-Kino zu Beispiel. Während einer Hochzeit. Oder in skurrilen Situationen des Alltags. Apropos Alltag: Den versüße ich mir, indem ich schon die kleinen Dinge des Lebens jeden Tag aus einer anderen Perspektive betrachte und ganz besonders wertschätze. Das kann etwa ein anderer Weg sein, den man geht, eine neue Apfelsorte, die man probiert oder vorbeiziehende Wolkenbilder, die man studiert. Man kann sich auch einfach an schöne Situationen erinnern oder im Kopf auf Reisen gehen. Wie der exotische Konzept-Store der Kuriositäten „Le Comptoir Général“ im zehnten Arrondissement in Paris etwa, der alle zwei Monate Menschen wie Sie, mich und etwa Cara Delevigne dazu einlädt, in einen anderen Kulturkreis einzutauchen. Ob Karibik, England, Japan oder Skandinavien – auf dem Programm stehen jede Menge Attraktionen, Ausstellungen, kuriose Objekte und natürlich auch kulinarische Köstlichkeiten zum jeweiligen Thema.

Weltreisen im Kopf kann man auch in Österreich: Manche Orte wirken berlinesk, wie etwa das Gedöhns - das „kleinste Restaurant Wiens“ oder ziemlich pariserisch (viele Hinterhöfe). Manch heimische Landschaft erinnert optisch gar an Chiapas (Mexiko). Und manchmal sieht man mitten im Großstadtdschungel den Wald vor lauter Bäumen nicht :-).

 

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B.B. Butterfly    

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Do

21

Apr

2016

Spirit

Photo: "Metaphysical Poetry" aus der Serie "MOTHER", von Natascha Dimitrov.       Musik: Henri Salvador - Mademoiselle

Das Geheimnis der Neugierde

"Wer im Kopf jung bleibt, dem ist der Rest des Körpers nicht so wichtig. Gibt es etwas, das jünger und frischer wirkt als funkelnde Augen und ein schillernder Geist?"

Richard Gere

(Quelle: VON Magazine / Frühling 2016)

 

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Sa

09

Apr

2016

Sport

Photo: "Prinzessinnen-Pumps mit verzehrbarem Zierdiamant, als auch Pralinen von "Berger Feinste Confiserie", umringt von Schmuckstücken von Philippe Ferrandis, zeitgenössisch, Paris.", TD

Butterfly'sche Ballspiele

Man will es kaum für möglich halten – ich war einmal im Besitz einer Barbiepuppe. Und nicht nur das. Genau genommen nannte ich sogar ein ganzes Puppenhaus mein Eigen. Und ich? Mein Spiel bestand lediglich darin, dass ich der Plastikpuppe aus den übriggebliebenen Stoff-Échantillons der Wiener Omi die abenteuerlichsten Kleider der Welt zauberte. Fein säuberlich zusammengeklebt mit pinkfarbenem Hubba Bubba-Kaugummi. Passend dazu verpasste ich ihr natürlich auch jedesmal einen neuen Haarschnitt – bis hin zur asymmetrischen Kurzhaar-„Frisur“.

Auch die französische Künstlerin Chloé Ruchon ließ sich von der Mattel-Puppe inspirieren: Ihre schräge Abschlussarbeit „Barbie Foot“ aus dem Jahre 2009 löste damals ein Rauschen im internationalen Medienblätter-Wald aus: Die gemeine Barbie-Puppe als pinkfarbener Tischfußball-Traum. Wer sich näher dafür interessiert, kann das schicke Kunstwerk, sowie 700 weitere Barbies, die unter anderem von DesignerInnen wie etwa Karl Lagerfeld, Jean Paul Gaultier, Sonia Rykiel oder Oscar de la Renta (genau - jener, für den Schmuckkünstler Philippe Ferrandis einst tätig war) eingekleidet wurden, noch bis zum 18. September 2016 im Pariser Museum des Arts Décoratifs in der Nähe des Louvres betrachten. Besonderes Zuckerl: Das Porträt von Andy Warhol oder die Barbie „Rue Saint-Honoré“, welches exklusiv für das Instagram-Konto der Marke @barbiestyle kreiert wurde. Nach dem Anblick dieser Unmengen an Puppen werden Sie wahrscheinlich einen Riesen-Hunger verspüren! Ich hätte da einen heissen Tipp: Die Pariserinnen sind neuerdings auf den Geschmack gekommen: Porridge – very british Haferschleim – ist derzeit in aller Munde, allerdings verfeinert mit Orange, Gewürzbrot und Thymian, mit Hühnchen und Kokosmilch oder etwa mit Fisch, Dinkel und Lauch (oder: schlicht à la B.B. Butterfly – mit Papaya!). Porridge de Luxe genießt Frau von Welt zum Beispiel in der seit Anfang des Jahres eröffneten „Bol Porridge Bar“, in der Rue du Faubourg Poissonnière im 10. Arrondissement in Paris.

So, und jetzt ziehe ich mich zurück in meine geliebte Bibliothek und verschlinge endlich gemütlich, Rosenblätter-Pralinen genießend den Klassiker Die Angst des Tormanns beim Elfmeter von Peter Handke (Suhrkamp).

 

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B.B. Butterfly

 

Herzlichen Dank an Berger Feinste Confiserie, Wollzeile 22, 1010 Wien.

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Mi

23

Mär

2016

Originalität

Photo: "Haarkamm mit Augenzwinkern um c. 1920, Frankreich, von Auguste Bonaz und seltene Handtasche um c. 1950 von Stylecraft Miami.", TD

Kunst am Luxusleib

Jedes Schmuckstück beginnt im Kopf: Neulich in Thomas Bernhards einstigem Lieblings-Café in Wien, sinnierten am Nebentisch ein Schöngeist und ein Asket darüber, was der Mensch denn nun wirklich zum Leben brauche (ich habe nicht gelauscht, ehrlich!). Und prompt zogen sie mich mit in die Diskussion hinein - na ja, ich habe mich ja auch hineinziehen lassen - obwohl ich gerade mitten in eine Buchrezension der Zeit („Der Pfau“ von Isabel Bogdan) vertieft war. Wie dem auch sei: Seit jeher bin ich der Meinung, dass der Geist an erster Stelle steht, dass die menschliche Seele aber auch Nahrung in Form von gewissen „Dingen“ benötigt, um sich in der materiellen Welt von heute, die Reizüberflutung pur bedeuten kann, wohl zu fühlen, und auch, um sich immer wieder zu „erden“. Das können etwa Dinge sein, die einen ideellen Wert haben, weil sie mit einem bestimmten Menschen, oder einer Erinnerung verbunden sind, ergo eine Art „Fels in der Brandung“ im Leben darstellen. Und Schmuck hat in punkto Seelenkost einen ganz eigenen Stellenwert. Im Ernst, wer sich der Einzigartigkeit seines edlen Körpers bewusst ist, ihn schmückt und ihm kostbare Zeit und Kreativität schenkt, fühlt eine Art von Erhabenheit. In diesem Sinne: Her mit dem wunderbaren Frühjahrsputz! Und das meine ich wörtlich, die ganze Natur putzt und schmückt sich, der Himmel strahlt, der See funkelt fröhlich in der Sonne und die Bäume blühen wieder in all ihrer Pracht. Interessant ist auch, WIE man sich schmückt: Haben die Stücke eine Geschichte oder eine gewisse Aussage? Möchten sie etwas vorgeben oder beweisen sie qualitätvollen Humor, wie etwa die lustigen Galalith-Broschen und -Ohrgehänge mit Tiermotiven der Künstlerin Marie-Christine Pavone, die auch die internationale Bestseller-Autorin Helen Brown begeistern? Übrigens, in Evian (ja genau, wie das wohlschmeckende Wasser), wo Pavone neuerdings residiert, findet noch bis zum 29. Mai 2016 im Palais Lumière eine schöne Ausstellung mit dem von Luis Bunuels Kult-Film mit Catherine Deneuve inspirierten Titel „Belles de jour“ statt, die Werke aus der Zeit von 1860 bis 1930 von Künstlern wie etwa Sigmar Polke, Kees van Dongen, Tamara de Lempicka oder Sonia Delaunay zeigt, die Frauen in ihren verschiedenen Facetten darstellen. Und danach gibt es Cidre (Apfelwein) très chic mit geschmortem Grünkohl für alle!

 

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B.B. Butterfly

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Fr

11

Mär

2016

Kult

Photo: "Sommerkollektion von Dominique Denaive, zeitgenössisch, Paris.", TD

Happy Birthday!

Ein Kultfahrzeug aus Italien feiert Geburtstag: Die Vespa wird heuer 70 Jahre alt! Grund genug, wieder einmal ausgiebig zu feiern (tun wir das nicht dauernd?). Ich bin jedenfalls von 2. bis 5. Juni mit dabei, wenn sich die halbe Welt anlässlich der Vespa World Days im südfranzösischen Saint Tropez - seit den 1950er Jahren Treffpunkt der Künstler, Reichen und Schönen - ein Stelldichein gibt. Louis de Funès und Brigitte Bardot lassen grüßen. Es gibt jede Menge Bootsfahrten, Pétanque-Wettbewerbe, ein Vespa-Museum sowie eine -Parade. Wie ich mich freue! Und wenn ich schon mal dort bin, shoppe ich  gleich ein Paar neue, flache „Sandales Tropéziennes“ aus butterweichem Leder bei Rondini oder K. Jacques. Anschließend genieße ich auch den Rest der Côte d’Azur, mache gleich eine große Flohmarkttour von Nizza bis nach Menton und wieder zurück. Mindestens. Und decke mich gleichzeitig mit Lavendelhonig und Zitronenmarmelade für die nächsten 23 Jahre ein. Das Beste wird die frische, mediterrane Küche sein ... i love it! Und weil ich es bis dahin kaum erwarten kann, gibt es jetzt auf der Stelle knackigen Salade Nicoise.

 

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B.B. Butterfly

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So

28

Feb

2016

Gesellschaft

Photo: "Emilie Flöge und Gustav Klimt mit einem gehäkelten Collier, c. 1910, Wien.", TD

Haben oder Sein?

Jeder Zeit ihre Statussymbole. Um die Jahrhundertwende bedeutete dies: Wer ein Haus von Josef Hoffmann, ein Portrait von Gustav Klimt und eine modische Kreation von Emilie Flöge, die die Idee der Wiener Werkstätte auf die Sprache der Mode übersetzt hatte, sein Eigen nannte, gehörte „dazu“.

Die Modeschöpferin Flöge war auch dafür bekannt, unerschütterlich ihren Weg zu gehen und nicht im Traum daran zu denken, sich zu verbiegen. Wer mehr über sie wissen möchte, dem sei das Buch Auf Freiheit zugeschnitten, eine Mischform aus Roman und Dokumentarbericht von Margret Greiner (Kremayr & Scheriau), empfohlen.

Wer die Autorin live erleben möchte, kann das am 23. April 2016 in der Klimt-Villa in Wien, Hietzing um 15 Uhr tun: Bei der Benefizveranstaltung mit Klaviermusik liest Margret Greiner aus dem spannenden Roman und erzählt aus dem bewegten Leben der Modeschöpferin, Muse und Gefährtin eines der bedeutendsten Maler der Wiener Moderne.

Wer danach erst recht auf den Geschmack gekommen ist und noch mehr „Wiener Moderne–Luft“ schnuppern möchte, kann zum Beispiel eine Attersee Schifffahrt der anderen Art buchen und an Bord des Klimt-Schiffs, auf dessen einen Seite „Der Kuss“ und auf der anderen die „Goldene Adele“ prangt, eine lustige Fahrt auf den Spuren Klimts machen und die Sommerfrische-Orte des legendären Künstlers entdecken. Inklusive Klimt-Buffet – der Legende nach liebte dieser im Übrigen die einfache traditionelle Küche, vor allem Guglhupf...

 

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B.B. Butterfly

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So

31

Jan

2016

Zeitreise

Photo: "Käseigel à la B.B. Butterfly: Cocktailringe, zeitgenössisch, Paris.", TD

Sternschnuppen zum Frühstück

Erdbeer-Frappé macht glücklich! Wenn B.B. Butterfly zum Feiern lädt sind Überraschungen Usus. Für den nächsten Sonntagsbrunch etwa habe ich mich von den Pyjama-Parties des Space Age, auch The Swinging Sixties genannt, inspirieren lassen und mir gewünscht, die Gäste mögen im breit gestreiften Zweiteiler, getupften Baby-Doll samt Spitzenhäubchen, zartrosa geblümten Morgenmantel oder anderen originellen Nachtgewändern erscheinen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen im Nachtgewand zu einem angenehm natürlichen, ungezwungenen Verhalten tendieren (im Gegensatz zu anderen „Verkleidungen“ welcher Art auch immer). Man könnte sagen, es hat etwas von Trauminsel-Feeling, wo sich Topmanager und Dichter beseelt „Gute Nacht“, respektive „Guten Morgen“ sagen. Zusammenkünfte dieser Art können noch einiges mehr: sie stillen subtil die Sehnsucht nach Vergangenem, man denke etwa an heimliche Taschenlampen-Mitternachtsfeste als Teenager im Internat.

Ich bin voll der Vorfreude!!! Es wird kaltes und warmes Buffet Intercontinental geben, bei dem Toast Hawaii, sowie der legendäre Käseigel, ein Sinnbild der 1950er bis 1970er Jahre natürlich auch nicht fehlen dürfen. Untermalt wird die Szenerie von passenden Klängen im Stilmix aus Klassik, Jazz und Pop. Übrigens: Im Oktober werde ich eine Freundin - sie ist Restauratorin mit Leib und Seele - in Oxford besuchen, Cream Tea genießen, Jane Austen lesen und schließlich beim Pink Martini-Konzert im New Theatre dahinschmelzen.

Alles Gute kommt aus Oxford: Laut Medienberichten, die sich mit Erkenntnissen des Ökonomen Max Rosers, der an der University of Oxford lehrt und forscht beschäftigen, soll es der Menschheit übrigens in Zukunft in punkto Lebensstandard immer besser gehen...na bitte, klingt doch vielversprechend optimistisch.

 

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B.B. Butterfly

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Do

14

Jan

2016

Kommunikation

Photo: "Alles Walzer! Colliers, Armband und Armreif rund um Honigglas, von Philippe Ferrandis. Dress: Natascha Dimitrov, Material: Yves Saint Laurent Vintage.", TD

Tanz als Sprache der Seele

Schon einmal schimmelnde Steppschuhe gesehen? Nicht? Ich auch nicht. Bis gerade eben, als ich auf dem Speicher nach Inspiration suchte und jene dort entdeckte. Drei wunderschöne Paar, Relikte einer Fred Astaire-Phase meinerseits, und alle zur Hälfte voll Schimmel, im Ernst. So ein Pech - gute Steppschuhe sind nämlich nicht gerade günstig. Am Steppen gefiel mir immer, dass man, wenn man den (eigenen) Rhythmus gefunden hat, jederzeit mit nur wenigen Tanzschritten besonders effektvoll improvisieren kann, vor allem, wenn man etwa Gefühle im Tanz ausdrückt. Und dieser Klang in dem Moment, als die Absätze auf den Parkettboden auftrafen - selbst wenn man nur ein paar Schritte quer durch den Raum ging...ein Ohrenschmaus! Und: Steppen in der Gruppe war überhaupt das akustische Erlebnis...ach, das waren noch Zeiten. Was sagt uns das? Richtig. Höchste Zeit, wieder einmal das Tanzbein zu schwingen!

Zur mentalen Einstimmung gebe ich mir die in Kürze auftretende britische Percussion-Band Stomp im Wiener MuseumsQuartier - schon in New York und in London konnte ich mich vor Begeisterung kaum ruhig auf dem Sitz halten! Und dann werde ich in meinem Salon wilden Freestyle tanzen, sowie klassische Gesellschaftstanzschritte für rauschende Ballnächte in Wien und Paris üben. Und vielleicht fange ich noch irgendwann an, Ziehharmonika zu spielen, auch eine Form der Kommunikation.

 

Dass auch die Honigbiene in Tanzcodes kommuniziert, um sich, in punkto Richtung und Entfernung einer Futterquelle vom Bienenstock, mitzuteilen, ist spätestens seit den ersten, in den 1920er Jahren durchgeführten Untersuchungen des Zoologen und Nobelpreisträgers Karl von Frischs bekannt (auch wenn es Kritiker dieser Theorie gibt). Schon aus diesem Anlass Grund genug, Biene Majas funkelnde Geschwister jetzt auch am Hals zu tragen :-)

So, und bevor ich vor lauter Gusto beginne, von Honig auf Bäumen zu träumen, tue ich mir etwas Gutes und koche mir auf der Stelle heiße Milch, gesüßt mit der „Speise der Götter“. Und für Sie habe ich zum Abschluss noch einen Kurzfilm-Tipp...

 

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B.B. Butterfly

 

Literatur:

Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts - Harenberg Personenlexikon

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Sa

02

Jan

2016

Ästhetik

Photo: "Replik einer der schönsten Skulpturen der Welt: Die Büste der Nofretete, Berlin, c. 1920er Jahre.", TD

Wa(h)re Schönheit

Ich lese gerade zum wohl 357sten mal den Klassiker Brigitta - eine meiner Lieblingserzählungen von Adalbert Stifter. Mich fasziniert die Thematik rund um die schöne Seite des „Hässlichen“ und vice versa, immer wieder aufs Neue. Und immer wieder sinniere ich darüber, warum das Aussehen so wichtig ist. Und: Was ist eigentlich schön?

Fakt ist: Ob beruflich oder privat, der schönste „Pfau“ setzt sich durch. Und wer nicht ganz so gnädig von der Natur bedacht wurde, kann schlicht ein bisschen nachhelfen. Da wird dann geschminkt, geschmückt, und geduftet als gäbe es kein Morgen. Aber man kann es auch anders betrachten: Wer sich „schön macht“, zollt seinem Gegenüber und vor allem sich selbst Respekt. Wer sich pflegt, fühlt sich erhaben und pudelwohl in seinem Körper, was wieder der persönlichen Ausstrahlung zugute kommt.

Dass Schönheitsideale dem Wandel der Zeit unterliegen, weiß jedes Kind. Man denke an die mädchenhaft schlanke Idealfigur des Mittelalters im Vergleich zur populären Rubens-Form in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Wissenschaftliche Studien belegen, dass es aber auch gemeinsame Nenner gibt: Symmetrische Figuren etwa werden eher als „schön“ bezeichnet, als nicht-symmetrische. Weiters fand man heraus, dass das durchschnittliche Gesicht, sprich: alles, was nicht aus der Norm fällt (mandelförmige Augen, wohlgeformte Lippen), am gefälligsten ist. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum die Schönheit der Nofretete, die sagenumwobene Hauptgemahlin des Pharaos Echnaton und Gebieterin von Ägypten, bis zum heutigen Tage Millionen von Menschen in ihren Bann zieht und von ihnen bewundert wird. In den 1920er Jahren wollten gar nahezu alle Frauen aussehen wie die mächtigste Frau der Antike.

Da wir schon beim Thema sind, hätte ich noch drei Tipps in punkto Ausstellung: Wer etwa gerade in London weilt, kann im Victoria and Albert Museum 200 Paar Schuhe aus aller Welt, von der güldenen Sandale aus dem alten Ägypten bis hin zu zeitgenössischem Schuhdesign, bewundern. Shoes: Pleasure and Pain läuft noch bis 31. Januar 2016. Überdies empfehle ich die Botticelli Renaissance, mit 150 Arbeiten verschiedener Künstler, wie etwa René Magritte, Elsa Schiaparelli oder Andy Warhol, welche die Gemäldegalerie in Berlin bis zum 24. Januar 2016 zeigt, sowie die umfassende Werkschau von Jean Paul Gaultier in der Kunsthalle München, die damit gleichzeitig ihre erste Mode-Präsentation, ihr 30jähriges Jubiläum, sowie ihre 100. Ausstellung feiert. Präsentiert werden 140 Kreationen des „Enfant Terribles“ der Modewelt und Avantgarde-Künstlers, der auf humorvolle Art und Weise tradierte Mode-Codes hinterfragt.

 

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B.B. Butterfly

 

Literatur:

Schönheit – Konrad Paul Liessmann / UTB

Experimentelle Ästhetik – Günther Kebeck, Henning Schroll / UTB

 

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Do

05

Nov

2015

Künstlergespräch

Photos: Jacques Lamarque; mit Hund Ashanti: Baba de R.

IDA SZIGETHY "Lebe deine Träume!"

Wenn Ida Szigethy malt, lebt sie beinahe wie eine Eremitin. Wenn Eremitendasein zu den ältesten Formen vergeistigten Lebens zählt, dann ist die Künstlerin hochspirituell. Auch wenn sie sich nicht so kleidet, geschweige denn in Abgeschiedenheit vom Rest der Welt lebt. Aktuell befindet sich ihr Atelier nämlich mitten in Wien - im pulsierenden frankofonen Servitenviertel. Man hat das Gefühl, ein eigenes Universum zu betreten, in dem nahezu alles möglich scheint, im Positiven gesehen. Eine Welt, die leise flüstert: tu was du spürst.

 

Ihr Werk, welches auf den ersten Blick vor Lebenslust sprüht, und den Betrachter auf sanfte Weise in andere Sphären, zwischen Traum und Wirklichkeit, katapultiert, spricht Bände: es erzählt mit unendlicher Tiefe von einem weiten Horizont, real und im übertragenen Sinne, vom blühenden Leben, aber auch von Vergänglichkeit. Hier ist ein selbstreflektierter Mensch, reich an Erfahrung, dessen grenzenlose Phantasie es vermag, das Bewusstsein spielerisch zu öffnen und eine Brücke zwischen Natur und Kultur zu bauen. Nur ein großer Geist kann aus eigener Kraft ein derartiges Gefühl für Farbharmonie entwickeln. Ihr untrügliches Gespür für Farben und Formen erkannte auch schon ihr guter Freund Friedensreich Hundertwasser, der eines ihrer Bilder – nach 25 Jahren war sie die erste weibliche Künstlerin - für die Sonderbriefmarkenserie „Moderne Kunst in Österreich“ auswählte. Mitunter einer der Hauptgründe, weshalb es die gebürtige Wienerin und Weltbürgerin, die an vielen verschiedenen Orten gelebt hat, von Paris, wo sie dreißig Jahre lang residierte, wieder zurück in die schöngeistige Musikstadt Wien zog.

 

Ida Szigethy, die aus einer musischen Familie stammt, schöpft aus einem Ozean an Ideen, da ist kaum etwas, was noch nicht kreiert und ausprobiert wurde: der Fokus liegt auf den detailverliebten Gemälden, die größtenteils von ihren Reisen um die halbe Welt (ganz der schriftstellernde Papa!) berichten. Da ausgefallene Schmuckstücke, bei denen selbst Karl (ja genau - Lagerfeld) ins Schwärmen geriet, hier gemalte und vergoldete Handtaschen, die man lieber als Objekt in einer Vitrine sehen denn in der Garderobe aufheben möchte, und dort Bücher der österreichischen Autoren Barbara Frischmuth und Gerhard Roth, welche die Autodidaktin illustriert hat. Mit Barbara Frischmuth verbindet sie nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern auch die Affinität zu Pflanzen und zur Inspirationsquelle Garten - eine wunderbare Art, die Seele zu erden.

 

Auch die von ihr entworfenen Lampenschirme mit Schlümpfen und allerlei anderen humorvollen Elementen drauf zeugen von einer besonderen Kreativität. Und dann natürlich das Prunkstück vom Feinsten, in Form eines majestätischen Fauteuils, der quasi den Thron des Reichs ihrer unerschöpflichen Phantasie darstellt, und dessen aufwändige Tapisserie die Künstlerin voll der Mühe wie besessen täglich und neun Monate lang in liebevoller Handarbeit selbst gestickt hat. Denn sie weiß genau, was sie will, und sie macht aus Prinzip nie etwas um jeden Preis, sondern gezielt das, was sich für sie wirklich „richtig“ anfühlt. Und: sie ist stets ihren eigenen Weg gegangen.

 

Die Serie Klimt reloaded ist Ida Szigethys neuester Zyklus von Aquarellen, wo sie Zeichnungen von Gustav Klimt, dem Mitbegründer der Wiener Secession, eigenwillig in dem für sie typischen Stil frei übermalt hat. Sie waren im September und Oktober 2015  in der gut besuchten Grünen Galerie in Wien zu sehen.

 

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B.B. Butterfly

 

 

 

 

Ida Szigethy, eine der raren Maler des weiblichen

Geschlechtes, die Grosses tun und lange Reisen

in die wahre Richtung tun, die zum Ursprung, oder

anders gesagt, in die Zukunft führen.

 

Romantische Träume werden Realität,

so begann sie zu malen und so malte sie.

Ich habe mit ihr geträumt.

 

Dann aber entdeckte sie das geheime Tor

zu einer langen und gefahrvollen Reise

ins unbekannte Bekannte, wo sie gegen

all die Dämonen unserer anderen Welt

ganz alleine kämpft.

 

Und wir alle stehen da und schauen zu.

 

Friedensreich Hundertwasser

 

Kaurinui, 15. Februar 1983

Neuseeland  

Fr

23

Okt

2015

Geschmeide

Photo: "Träumender Fantasie-Vogel, sowie Schmuckperlen-Collier von Isadora Paris", TD
Photo: "Träumender Fantasie-Vogel, sowie Schmuckperlen-Collier von Isadora Paris", TD

Liebes Christkind

obwohl ich mich aktuell zu den wunschlos glücklichen Menschen des Planeten zählen darf, habe ich nun doch eine kleine Wunschliste zu Weihnachten. Ich kann nichts dafür, ehrlich! Die edlen Schmuckstücke, die Art Nouveau Art Deco – Chefin Renate Doringer-Millich soeben in Paris, der Stadt des Lichts, mit sensiblem Gespür entdeckt hat, sind so verlockend, dass man am liebsten alles auf einmal anlegen möchte - wie ein Christbaum:

Das imposante englische Sautoir mit dem riesigen Skarabäus aus Bakelit von 1930, sowie das kunstvolle Collier in Multicolour des Schmucklabels Isadora Paris, das Renate neu entdeckt hat. Die Künstlerin, die vorwiegend mit altem Galalith arbeitet, soll äußerst sympathisch sein. Darüber hinaus gefällt mir die prunkvolle Brosche in Form eines Baums von Larry Vrba, und die große Silberpfeil-Brosche von Auguste Bonaz aus den 1920er Jahren, sowie das handbemalte, lustige Armband mit knallbunten Katzenköpfen von Marie Christine Pavone. Und Bücher: Vogue Schmuck, Alles über Vintage Mode und Jugendstil (alle Prestel), sowie originelle Buchstützen. Und bitte einen Glitzerhut von Philip Treacy und einen von Fiona Bennett aus Berlin. Last but not least wünsche ich mir Musik vom Feinsten, und zwar alle Alben (ich bin ja bescheiden) der bezaubernden Chanteuse Valerie Sajdik, die am 27. November zu einem unvergesslichen Abend mit Klassikern des französischen Chansons – von Brel bis Piaf - ins Wiener Konzerthaus lädt: „Paris je t’aime“

 

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B.B. Butterfly

Mo

28

Sep

2015

Kreativität

Photo: „Englische Bulldogge um c. 1910, Wiener Kunstkeramische Werkstätte, beim aufmerksamen Selbst-Studium“, TD
Photo: „Englische Bulldogge um c. 1910, Wiener Kunstkeramische Werkstätte, beim aufmerksamen Selbst-Studium“, TD

Schöner Kochen

Es war einmal eine dramatisch blickende, stilsichere, französische Bulldogge de Luxe. Ihr Name war „Moujik“ und sie war ebenso feinsinnig und empfindsam, wie ihr wunderbarer Mensch, der sie seinerseits derart vergötterte, so dass er ihr gezeichnetes Konterfei etwa auf diverse Charity-T-Shirts bannte – es existieren sogar zutiefst philosophische Damen-Handtaschen von Welt, die nach ihr benannt sind. Ansonsten widmete der Mensch seine Zeit gerne der Herz-Form, die quasi sein Lieblingsmotiv darstellte, welches sich in nahezu jeder seiner Kollektionen wiederfand. Wer an dieser Stelle weiß, welches Design-Genie ich meine, der schreibe uns – und gewinne eine Suppenschüssel voll tosendem Applaus.


Apropos Suppenschüssel: offenes Geheimnis ist, dass kreative Menschen meist auch begnadete Köche sind (mit Ausnahme von meiner Wenigkeit :-)). Die weitgereiste österreichische Interieur-Designerin und Sachbuch-Autorin Lillian Langseth-Christensen etwa publizierte sage und schreibe über 30 Kochbücher (Oh.my.God - wer soll denn das alles essen?!). Darüber hinaus beschreiben ihre bebilderten Memoiren A Design for Living - Vienna in the Twenties, die intensiven Jugendjahre der gebürtigen New Yorkerin in Wien, wo sie 1922 mit 14 (!) Jahren in die Klasse Josef Hoffmanns, einem der Mitbegründer der Wiener Werkstätte, aufgenommen wurde. Neben Informationen zu dessen Arbeitsweise, erfährt man natürlich auch allerhand über den Stil der 1920er Jahre.

 

Ach ja, und da wir uns mental schon am Wiener Stubenring befinden und uns gleichzeitig ein Hauch von Big Apple um die feine Nase weht, so lassen wir uns doch gleich im MAK von der Ausstellung Unterm Strich, welche noch bis Mitte Oktober läuft, „zum Nachdenken anregen“. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten des gebürtigen Waiblinger (D) Illustrators, Grafikers und Autors Christoph Niemann – er illustriert etwa für The New Yorker, das ZEITmagazin oder war für das MoMA tätig. Fans und solche, die es noch werden wollen, finden dann im MAK Design Shop passende Objekte mit Augenzwinkern: Plastik-Trinkflaschen in Form von etwa pinken Lego-Bausteinen, sowie knallbunte Lego-Lunchboxen (auch als Schmuckbox hervorragend geeignet) – für die „verspielte“ Seite in uns...

 

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B.B. Butterfly

 

P.S. Falls sich noch jemand fragen sollte, wo verschollen geglaubte antiquarische Lieblings-Bücher zu finden sind, der kann sein Glück über ZVAB versuchen.

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Mo

28

Sep

2015

INTRO

Photo: „Jabot-Nadel von Daum um 1920, Frankreich, an Punschkrapfen“, TD
Photo: „Jabot-Nadel von Daum um 1920, Frankreich, an Punschkrapfen“, TD

Darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist B.B. Butterfly. Ich liebe selbstgemachtes Papaya Porridge zum Frühstück, sammle skurrile Momente, und jage fantasievolle Objekte aller Art zur Darstellung des Selbst. Meine Augen und Ohren sind überall! Auf Schritt und Tritt finde ich feine Dinge mit Seele, die den Geist zu Höhenflügen inspirieren und die Individualität in jedweder Form unterstreichen. Sofern man Letzteres überhaupt möchte. Denn: dann und wann wünscht man sich, einfach „unsichtbar“ zu sein. Etwa, wenn der lustige Mensch auf der Bühne ausgerechnet dich aus dem Publikum fischen möchte, und du am liebsten auf der Stelle im Erdboden versinken würdest. So viel dazu. Und da ich meine Begeisterung sehr gerne teile und das Leben schön ist, finden Sie an dieser Stelle ab sofort alles, was das Dasein noch sonniger macht. Pinke Punschkrapfen zum Beispiel.

 

Shine on!

B.B. Butterfly

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